Archiv für die Kategorie „Siegfried spricht“
Wenn man mal zum Fußball will…
Huhuuu!
Ja, okay, ich geb’s ja zu – ich war’s! Wie, was ich war? Verfolgen Sie denn keine Sportnachrichten? Gestern, beim Fußballspiel Finnland gegen Belgien in Helsinki? Da war ich dabei. Ich habe mir einen guten Platz ausgesucht. Kann ich wissen, dass man sich nicht auf die Latte vom Tor setzen darf? Ich bin doch nur ein Waldkauz.
Ich wollte einfach mal herausfinden, was die Menschen so toll an dem Spiel finden. Deswegen bin ich auch gleich nach Finnland, weil ich gehört habe, das Menschen ihrem Lieblingsverein über die Kontinente hinweg nachfolgen, nur um 11 anderen Menschen 90 Minuten lang zuzusehen, wie sie sich um einen Ball streiten. Ich habe deswegen spontan beschlossen, Belgien zu meinem Lieblingsverein zu erklären. Weiß auch nicht, warum. Gefällt mir irgendwie, das Land. Also bin ich meiner neuen Lieblingsmannschaft gefolgt, war ganz schön anstrengend. Aber es verkehren ja genügend LKW, da konnte ich mich ein wenig ausruhen. Leider war ich nicht pünktlich zum Anpfiff da und habe wohl was wichtiges verpasst, nämlich den Zeitpunkt, wenn der Ball ins Netz fliegt. Soll angeblich sehr toll sein. Doch kaum war ich da, da haben alle aufgehört zu spielen. Der Schiedsrichter wollte nicht weitermachen, bevor ich nicht weg wäre. Dafür habe ich dem blöden Kerl einen Häufchen auf sein Auto gemacht. Ich bin ein Vogel, ich darf das. Und nichts fordert uns Vögel so sehr heraus, wie ein frisch gewaschenes Auto.
Leider weiß ich immer noch nicht, was so toll an Fußball ist. Ich habe eine halbe Ewigkeit gebraucht, um von Helsinki wieder hier zu sein. Ich glaube, ich schaue mich nach einer anderen Sportart um.
Hey, wie wäre es mit B-OWL-ing?
Ach ja, und ich habe es mit meiner Aktion tatsächlich geschafft: ich bin der Zeitung!
Huhuuuu!
Euer Siegfried
KNUTe Nachrichten aus Infantilien
Huhuuu!
Willkommen zu einem weiteren Bericht unter der “KNUTe”. Heute geht es um die “KNUT-Menschen”, die nur “KNUTes” für die Menschheit wollen und ihr schon zum Frühstück “KNUTella” aufs Brötchen schmieren, damit sie nicht ins 11-Uhr-Loch fällt…
Hilfe, ich kann nicht mehr. So viele schlechte Wortspiele in einem Satz. Aber dafür gibt es eine Entschädigung. Wiglaf Droste vom “Deutschlandradio Kultur” betrachtet die Berichterstattung um den Berliner (Eis)Bär aus einem anderen Winkel: der benutzten Sprache “Kitsch-Deutsch” (vielleicht ist das der Anfang für ein neues Wörterbuch “Deutsch – Kitsch / Kitsch – Deutsch”).
Seinen Artikel findet man hier.
In meiner letzten Verlautbarung habe ich die Prognose gewagt, dass der Hype zu verflachen beginnt. Doch wie sich Teile der Presse mit Gewalt dagegen wehren, darauf macht nicht nur Wiglaf Droste aufmerksam, sondern auch das “BILDBlog”, indem es darlegt, wie aus längst veröffentlichten Details noch mal schnell “aktuelle Berichte” werden (siehe hier!)
Und selbst wenn der Hype endgültig vergessen sein sollte, das wird voraussichtlich nur bis kurz nach Weihnachten so sein. Denn dann feiert IKEA… Knut!
Huhuuu!
Siegfried der Waldkauz
Unter der KNUTe – ein Hype fängt an zu verflachen
Huhuuu!
Oder auch “knuten Tag”! Ich bin Siegfried, der Waldkauz, und wisst Ihr, was das “Knute” ist daran? Ich habe keinen Hype ausgelöst. Knut, der Eisbär, schon. Aber wie das so ist mit einem “Hype”, der kommt und kann auch ganz schnell wieder gehen. Bei Knut hat es jetzt wohl angefangen. Das merkt man daran, dass manchen Presseleuten die Meldung, Knut habe “gefressen und geschissen” tatsächlich einen Bericht wert ist (man schaue mal hier) oder aber dass sich die Mitteilung, Knut habe seine Zahnschmerzen überstanden, sich als Schlagzeile zwischen Berichte über den Amoklauf von Blacksburg (USA) einschmuggelt (dazu hat Stefan Niggemeier hier etwas dazu zu sagen).
Ein weiteres Anzeichen ist wohl, dass die Domain “youknut.com” (sowas gibt’s wirklich!) auf eBay zum Verkauf angeboten wurde (berichtet zumindest die Zeitung mit den GROSSEN Buchstaben). Denn eine solche Domain verkauft man nur dann, wenn man befürchten muss, dass sie in nächster Zeit drastisch an Wert verliert. Sowieso, wenn man auf eBay den Suchbegriff “Knut” eingibt, bekommt man über 1500 Auktionen angezeigt. Und was das alles angeboten wird… Schmuck, T-Shirts, Stofftiere, Überraschungs-Ei-Figuren aus dem Jahr 1992 (toll, dass man 15 Jahre zuvor schon wusste, was für einen Hype ein kleiner Eisbär mal auslösen würde), einen kleinen Eisbär, der eine Eistüte hält… Sieht ein bisschen wie die “Alles muss raus!”-Aktionen mancher Supermärkte aus.
Aber wisst Ihr was? Wenn man bei eBay den Suchbegriff “Siegfried” eingibt, kommt man immerhin auf über 1400 Auktionen. Pass auf, Eisbär, ich bin dicht hinter Dir!
Ich geh dann mal wieder in den Wald. Weckt mich, wenn der Hype vorbei ist – aber nicht vor in zwei Stunden, okay?
Huhuuu!
Siegfried der Waldkauz
"I feel Knut!"
Huhuuuu!
Das ist jetzt nicht wirklich passiert, oder? Doch, natürlich ist es passiert! Seit Big-Brother-Shakespeare-Verachter Slatko Trpkowski damit angefangen hat, seid Ihr Menschen ja ganz wild auf Lieder, die die Welt nicht braucht. Und jetzt ist es wieder passiert, passend zuckersüß zum Thema Knut singt ein Mädchen ein Lied, das prompt auf CD gepresst und verkauft wird. Da kann ein Waldkauz wie ich natürlich nicht mitreden. Aber passend zur Thematik hat sich Stefan Raab in TV TOTAL darüber lustig gemacht und Liedtitel wie “I feel Knut”, “Hey Knut!” oder “You are so knutiful” vorgeschlagen. Außerdem hat er versprochen, wenn er mit der Halmich fertig ist, geht er nach Berlin und verprügelt Knut. Tja, mit der Halmich ist er ja nicht fertig geworden, also wird’s wohl auch nichts mit der Begegnung “Raab vs. Knut”. Schade eigentlich. Jemand, der “Ra(a)b” heißt, hätte meine volle Sympathie, jetzt mal vom Standpunkt des Vogels aus gesehen. Ja, wir aerolen Lebensformen müssen zusammenhalten!
Übrigens, jetzt beginnen die Zoos schon nachzulegen. Jeder Zoo entdeckt auf einmal irgendwo ein süßes Tierbaby in seinen Gehegen. Vielleicht sollte man die Markentingmasche mal auf die Tiere in freier Wildbahn anwenden, damit Wilderer beim Anblick eines Elefanten oder Nashorns in Zukunft in Tränen ausbrechen.
Zwei Dinge noch zum Schluss: Von mir gibt es keine teure CD, sondern ganz kostenlos den “Huhu”-Klingelton zum herunterladen, nämlich genau hier!
Und falls sich jemand fragt, was das für Lieder sind, die der Herr Raab in seiner Sendung “verknutet” hat, das sind “I feel good”, “Hey Dude!” und “You are so beautiful”.
Bis zum nächsten Mal,
huhuuu!
Siegfried der Waldkauz
Jetzt rede ich!
Ja, ist es denn zu fassen? Da kriegt Eisbär Knut aus dem Berliner Zoo sein eigenes Blog, nur weil ihn alle wegen einer Falschmeldung ganz doll putzig finden? Sowas kann ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen, deswegen habe ich beschlossen, nunmehr selbst in das Blogger-Geschehen einzugreifen. Und – Huhu! – da bin ich.
Wer ich bin? Mein Name ist Siegfried, ich gehöre der Gattung Strix Aluco an, und bin ein Waldkauz. Sie kennen mich vielleicht aus dem Radio. Nein? Noch nie SWR 3 gehört? Dann haben Sie vielleicht schon mal in diesem Blog von mir gelesen. Der Radiomoderator Kai Karsten macht mich dafür verantwortlich, dass er nicht schlafen kann. Ich hielte ihn wach mit meinen “Huhu”-Rufen.
Und was soll ich sonst machen? Glaubt der vielleicht, ich kann eine Waldkauz-Dame in der nächsten Kneipe aufreißen? Obwohl… jetzt, wo das Rauchverbot kommt… Bei diversen Single-Börsen im Internet habe ich mich auch schon umgesehen, aber da scheiterte eine Suche meist schon an dem Umstand, dass mein Wunschalter nicht wählbar ist. Hey, so ein Kauz wird nunmal im Schnitt nur 2,5 Jahre alt! Und die Skala von solchen Partnerbörsen fängt irgendwo bei 18 an! Außerdem sind da sowieso keine Waldkauz-Damen registriert. Die wollen nämlich erobert werden.
Das haben wir gern, alle Menschen wollen stadtzentrumsnah mitten im Wald wohnen, nur die Tiere sollen keinen Lärm machen. Und Dank der Aktivität der Waldkäuze ist unsere Art in Europa nicht gefährdet, weil wir immer genug Nachwuchs kriegen. Macht das erstmal nach, Menschen! Tja, wenn es eine Waldkauz-Rentenversicherung gäbe, die würde gut dastehen. Dumm nur, dass keiner von uns das Rentenalter erreicht – erst recht nicht, seit es heraufgesetzt wurde.
Also, lieber Kai Karsten: Kauz ist überall – gewöhnen Sie sich dran!
In diesem Sinne: Huhuuuu! Huhuuu!
