Archiv für die Kategorie „Projekt X“
Die Entstehungsgeschichte von “Quysthali” – ein paar persönliche Gedanken
“Irgendwo im Weltraum, fern der Erde, lag ein Planet.”
(Erster Satz des ursprünglichen Konzepts)
Es mag etwas unglaublich erscheinen, aber die Geschichte des Projekts, die ich hier kurz wiedergeben möchte, fand ihren Anfang bereits 1985, genauer gesagt, am 7. August, ein paar Tage nach meinem Geburtstag. Leider kann ich nicht mehr so genau wiedergeben, was exakt damals meine Inspiration war, mich hinzusetzen und mit dem Satz, der diesem Artikel voran steht, die Niederschrift eines Romanprojekts zu beginnen, das mich die folgenden Jahre begleiten sollte. In den Jahren seither hat sich viel geändert, ich bin älter und (hoffentlich) reifer geworden und das Leben hat mir so manche Herausforderung gestellt. Genauso hat sich auch das Konzept geändert
Ursprünglich, der Satz lässt es vermuten, spielte der Anfang gar nicht auf der Erde. Es war ein fremder Planet, mit einer fremden Gesellschaft. Ich war gerade 15 geworden und in mir erwachte das Bewusstsein, dass da “mehr” ist, dass das Leben beeinflusst. Das meine ich jetzt nicht esoterisch oder philosophisch, sondern wörtlich: In den Jahren zuvor hatte sich mein politisches Bewusstsein gebildet und auch mein Bewusstsein für größere Zusammenhänge. Es fügte sich eines zum anderen, und die Geschichte, die ich 1985 anfing aufzuschreiben, war mit dieser Bewusstseinsbildung entstanden und gewachsen.
Nun kam das natürlich nicht einfach so “über Nacht”. Schon immer hatte ich ein ganz bestimmtes Gefühl dafür, dass Geschichten, die ich las oder im Fernsehen oder Kino sah, auf eine gewisse Weise “falsch” liefen. Ich hatte ein besonderes Herz für die Außenseiter und konnte es manchmal nicht ertragen, wie übel ihnen mitgespielt wurde. So entstand der Wunsch, selber Geschichten zu schreiben. Geschichten, die ich selbst lesen wollte und die mir selbst gefallen würden. Vermutlich die beste Motivation, Autor zu werden. Meine Familie unterstützte mich bei meinen Ambitionen, zu einem Geburtstag (ich kann nur vermuten, dass es der von 1985 war, denn es liegt nahe) bekam ich eine Schreibmaschine geschenkt. Eine mechanische, wohlgemerkt, wo man die Typen noch mit Muskelkraft auf ein Farbband schlagen musste, so dass die Buchstaben einen Abdruck auf dem Papier hinterließen. Und genau so entstand die allererste Version dessen, was heute “Quysthali” heißt. In der Geschichte ging es um ein vierteiliges Artefakt, um das sich Menschen und höhere Wesen stritten, wobei die höheren Wesen die Menschen nach Belieben für ihre Zwecke einsetzten. Die Geschichte war mehr Fantasy als Science Fiction, obwohl sehr deutlich wurde, dass die “höheren Wesen” keine Götter, sondern einfach weiter entwickelte menschliche Wesen waren. Zwischen den Konfliktparteien stand der Orden der “Kristallmagier”, der sich nach Kräften bemühte, die Sache zu einem guten Ende zu bringen. Als das erste Manuskript fertig war, hatte es 500 Seiten und ein Problem: es war nur ein Mittelteil.
Fragen Sie mich nicht, warum – ich habe nicht am Anfang angefangen. Ich hatte zwar eine grobe Vorstellung über die Vorgeschichte, die Geschichte des Ordens und so weiter, doch ich stieg in die Geschichte selbst mit dem Mittelteil ein. Und die Geschichte war noch nicht beendet. Eigentlich hatten am Ende des Mittelteils alle irgendwie verloren, zumindest im großen Zusammenhang. Von der Vorgeschichte und dem, was danach kommen sollte, fing ich an, ein Konzept zu schreiben. Dann bekam ich für meinen ersten Computer einen Drucker – einen Nadeldrucker. Damit war es mir möglich, im Computer Texte zu schreiben und auch auszudrucken. Also setzte ich mich hin und schrieb die 500 Seiten Manuskript ab, wobei die Geschichte ihre erste Wandlung erfuhr. Die erste Version war sehr geradlinig, alle Figuren wussten irgendwie, was zu tun ist und taten es auch. Beeinflusst durch persönliche Erfahrungen änderte sich das nun. In die homogene Gruppe zog Eigensinn und Eifersucht ein, was in letzter Konsequenz dazu führte, dass zwei Charaktere auf halbem Weg der Story starben und auch das Finale nicht alle überlebten. Außerdem kamen intrigante Ränkeschmiede ins Spiel (wie gesagt, mein politisches Bewusstsein erwachte), die meinen Helden zusetzten. Auch die ersten “reinen” Science-Fiction-Elemente tauchten auf, Raumschiffe, Blaster und Teleporter, mit denen man auf andere Welten reisen konnte.
Das neue Manuskript hatte fast 600 Seiten und war immer noch nur ein Mittelteil. Mittlerweile neigte sich die Schulzeit bei mir dem Ende zu und es galt, Entscheidungen über die Zukunft zu treffen. Wo es hingehen sollte, schien mir damals einigermaßen klar, also arbeitete ich darauf hin, in Zukunft in der Computerbranche zu arbeiten. Ich machte einen höheren Abschluss und begann eine Ausbildung im kaufmännischen Sektor. Gleichzeitig fing ich das Filmen als Hobby an und hatte eine Idee – könnte man vielleicht einen Teil von dem Manuskript als “Laienfilm” verfilmen? Eine ähnliche Idee hatten wir zuvor schon mal im Freundeskreis aufgebracht. So entstand der Anfang des Schlussteils der Geschichte, als Drehbuch eines “Amateur-Science-Fiction-Films”. Bevor Sie fragen, ja, es entstanden auch Filmaufnahmen, aber richtig beendet wurde das Projekt nicht. Dafür stand nun die “Richtung” der Geschichte endgültig fest: Science Fiction.
Dazu passte es auch, dass ich in Kontakt mit einer Star-Trek-Gruppe kam. Dadurch blieb zwar der bisher erarbeitete Mittelteil liegen, aber der neue Teil wurde weiter ausgearbeitet für ein neues Filmprojekt. Gleichzeitig hatte sich meine berufliche Orientierung geändert – von der Computerbranche in den Rettungsdienst, was für mich eine große Herausforderung war, aber ich meisterte sie. In das geänderte Konzept flossen meine neuen Erfahrungen natürlich mit ein, tatsächlich wurde der Film diesmal so weit fertig gedreht, blieb jedoch irgendwo zwischen Dreh und Schnitt stecken und ist heute verschollen. Ob das schlecht ist, weiß ich nicht.
Außerdem wurde ich zu der Zeit Mitglied einer Science-Fiction-Gruppe, die sich durch ihre Filme schon einen gewissen Ruf unter den Fans erarbeitet hatte. Sie produzierten insgesamt fünf Filme; ich wollte mich daran setzen und diese Filme zu einem Romankonzept zu verarbeiten. Tatsächlich stellte ich zwei Bücher fertig, die dann auch veröffentlicht wurden, was ein großer Schritt für mich war. Außerdem bearbeitete ich eine Reihe von Internet-Romanen.
Parallel kam mir aber immer wieder das “alte” Konzept in den Sinn. Ich wollte es von neuem anfangen und hatte eigentlich beschlossen, den fehlenden Auftakt einfach fallenzulassen. Sollte die Geschichte eben mittendrin beginnen, vielleicht mit einem netten Vorwort und ein paar begleitenden Erklärungen. Stattdessen beschäftigte ich mit eingehend mit Mythologie, mit Motiven und Helden und stieß auf das Konzept der so genannten “Heldenreise”, dem viele Geschichten folgten. Ich erstellte das Konzept und den Hintergrund neu und erfand die “Kristallmagier” neu. Einen jahrhundertealten Orden in einer Gesellschaft der Zukunft. Und sie sollten in mein bereits erarbeitetes Science-Fiction-Konzept passen, so dass sich alles zusammenfügte. Doch eine Person, die mir damals sehr nahe stand, machte einen Einwand. Warum bereits Jahrhunderte alt? Wäre es nicht reizvoll, einmal den Anfang einer solchen Gemeinschaft zu erleben? Das ließ mich nicht mehr los. Aus persönlichen Erfahrungen schließlich begann ich, die Gründungsgeschichte dieser Gemeinschaft zu erarbeiten. 2006 war der erste Teil so weit fertig. Wie es weitergehen sollte, schwebte mir schon vor, auch die Tatsache, dass es so ungefähr sechs bis neun Romane dauern sollte, bis die Geschichte abgeschlossen war. Aber ich wollte die Romane kurz halten, damit die einzelnen Bücher nicht so viel kosten würden.
Positive wie negative Dinge führten dazu, dass ich mich noch einmal hinsetzte, um das ganze Konzept zu überarbeiten. Zu den negativen Dingen möchte ich nicht zu viel sagen, nur dass ich einige schwere Enttäuschungen hinter mich bringen musste, die ich zu den schwersten meines Lebens überhaupt zählen möchte. Positiv war, dass ich auch hier wieder Impulse für Änderungen bekam, die dem ganzen nur gut taten. Unter anderem inspiriert durch einen Traum, in dem Peter Ustinov als Hercule Poirot vorkam (das ist kein Witz!) wuchs die Seitenzahl des ersten Romans von 178 auf 412 an, die Gesamtzahl der Romane aber schrumpfte von sechs bis neun auf vier. Die Titelbilder der vier Romane wurden so gestaltet, dass sie zueinander und zum Thema der Reihe selbst passen.
Die Reihe heißt nun wie die Gemeinschaft selbst: “Quysthali”. Der erste Band der Tetralogie trägt den Untertitel “Eine Heldenreise”. Im Gegensatz zur vorigen Version wird nun ein wenig deutlicher, in welche Richtung die Reihe laufen wird, auch wenn es ab Band 2 wohl noch ein paar Überraschungen geben wird.
Ab heute gibt es das Buch im Handel. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, dies ist die offizielle Webseite: www.quysthali.de. Einige Auszüge aus dem Buch und auch ganz neue Geschichten können Sie in diesem Blog hier lesen: http://quysthali.blogspot.com/
Projekt X-1: “Quysthali – Buch 1: Eine Heldenreise”
Freitag, der 13. November 2009… Zeit, die Katze aus dem Sack zu lassen. Lange genug hat es gedauert, doch heute ist es so weit: Das, was hier bisher unter dem Begriff “Projekt X-1″ lief, wird hochoffiziell der Öffentlichkeit vorgestellt. Es handelt sich dabei um die komplette Überarbeitung und Neustrukturierung der Roman-Reihe, die die Grundlage für das “Universum” des “phantastischen Projekts” bilden:
Heute erscheint…
Quysthali – Buch 1: Eine Heldenreise
von Thorsten Reimnitz
ISBN 978-3-8334-5313-7, Paperback, 412 Seiten
Inhalt: Zu Beginn des 21. Jahrhunderts verwendet der geheimnisvolle Jin’Enom sein Vermögen, um die Gemeinschaft der “Quysthali” zu gründen. Ihre Aufgabe: Die Menschheit voranbringen und ihre Probleme zu lösen. Keine einfache Aufgabe, noch dazu, da den Quysthali am Anfang Angst und Misstrauen entgegen gebracht wird.
Nach einigen Rückschlägen muss sich die Gemeinschaft dann einer großen Bewährungsprobe stellen: Ein Mitglied einer Terrororganisation will mit ihrer Hilfe aussteigen und Pläne über einen Anschlag verraten, der alles bisher dagewesene in den Schatten stellen soll. Doch der Aussteiger wird von den eigenen Leuten getötet, bevor er mehr mitteilen kann – und die Zeit läuft. Die Attentatspläne müssen aufgedeckt und der Anschlag verhindert werden.
Gleichzeitig verschwindet der Europa-Abgeordnete Roland von Braunfels, einer der wenigen Fürsprecher für die Sache der Quysthali in der internationalen Politik, spurlos. Wenn er nicht wieder auftaucht, wird es die Gemeinschaft in Zukunft noch schwerer haben, Anerkennung zu finden.
Mit vereinten Kräften gehen die Quysthali diese Herausforderungen an, die der Beginn einer großen Heldenreise sind…
In diesem Blog erscheinen heute noch zwei Artikel, einer, in der der Autor die Geschichte des Romans (bzw. der Reihe, zu der dieser den Auftakt bildet) etwas beleuchtet, sowie ein Pressetext. Beide Texte können unter der Voraussetzung, man gibt die Quelle an, weiterverbreitet werden, in Blogs, Zeitungen oder wie auch immer. Der nächste Text erscheint fünf Minuten nach diesem, der dritte weitere fünf Minuten später!
STAR COMMAND Communiqué Nr. 8
Online-Version des Newsletters vom Phantastischen Projekt.
Liebe Leserin, lieber Leser,
viel hat sich getan im vergangenen Vierteljahr, nur nicht auf dem “Hauptblog” vom Projekt. Dafür sind ganz unbemerkt ein paar Dinge vorwärts gekommen. Die neue Webseite “Flat Flute Divers” (www.flatflutedivers.de) entwickelt sich so langsam und die Geschichten über eine etwas ungewöhnliche Taucherkarriere erfreuen sich schon einiger Fans. Auch das EP-Blog (www.ep-blog.de) vermeldet eine Steigerung der Besucherzahlen.
Was nun ganz aktuell geworden ist: Projekt X-1 ist in die letzte Phase gekommen. Ja, endlich! In den nächsten Tagen wird sich da vermutlich einiges tun, weswegen sich der glorreiche Initiator (das hat jetzt sein müssen!!) den neuen Medien zugewandt hat, um dort mehr oder weniger regelmäßig Statusmeldungen rauszugeben. Wer es möchte, kann ihm auf TWITTER folgen und stets die neuens Informationen kriegen, unter http://twitter.com/t_reimnitz .
Und auch auf Facebook gibt es mittlerweile eine Seite von ihm, unter dem Link http://www.facebook.com/pages/Thorsten-Reimnitz/92533297711 zu finden. Auch hier werden die neuesten Kurzkommentare veröffentlicht. Es ist also von daher nicht nötig, beiden Diensten zu folgen, einer reicht. Obwohl… na ja, die Leser mögen selbst entscheiden.
Thorsten Reimnitz | Wirb ebenfalls für deine Seite
Eines ist aber sicher: Wenn Projekt X-1 veröffentlicht ist, wird das auch im Blog und im Newsletter veröffentlicht, keine Sorge. Die wichtigen Dinge des Projekts verpasst also niemand. Es gab auch noch andere Entwicklungen, aber bei denen müssen wir erstmal sehen, was sich ergibt. Dann können wir genaueres sagen. Wir sind schon kleine Geheimniskrämer, wir. Aber das macht leider die schlechte Erfahrung.
Vielen Dank fürs Lesen,
bis bald
STAR COMMAND COMMUNIQUÉ
Redaktion
Die Macht der Dreizehn
Heute ist Freitag, der 13. Entgegen sämtlichen Panikberichten, die auch heute vermutlich wieder in dem einen oder anderen Medium auftauchen werden (obwohl der letzte Freitag, der 13. gerade mal einen Monat her ist), werden wir uns dem hier nicht anschließen, sondern im Gegenteil diesen Tag als besonderen Glückstag begehen. Nur gegen den Strom kommt man zur Quelle.
Und wir wollen die Gelegenheit nutzen, einen Statusbericht über unsere Projekte abzugeben. Was Projekt X-1 betrifft, das hängt leider momentan in der Nachbearbeitung fest. Wie und wann es weitergeht, können wir noch nicht absehen, hoffen aber, dass das bald der Fall sein wird.
Projekt X-3 hingegen schwenkt gerade auf die Zielgerade ein. Zu dem Zeitpunkt, da dieser Blogbeitrag veröffentlicht wird, sind es exakt 21 Tage, 19 Stunden und 47 Minuten, bis es vorgestellt wird. Bis dahin ist noch etwas Arbeit zu tun.
Bis dahin!
Projekt X: Kurze Anmerkung zum 7. August
Da es in letzter Zeit etwas still geworden ist um unser Projekt “X-1″ (und der geneigte Leser möge mir glauben, dass es aus gutem Grund geschah), gibt es heute wieder eine Kleinigkeit zu berichten, die zwar nichts aussagt über den Fortschritt des Projekts, aber zum heutigen Tag passt.
Eigentlich ist es selten der Fall, dass man ganz genau nachvollziehen kann, an welchem Tag man an was angefangen hat zu schreiben. Wenn man Geschichten schreibt, kommt irgendwann eine Idee, die man ausarbeitet, sich möglicherweise Notizen macht und sich irgendwann hinsetzt, um die erste Fassung zu schreiben. Wenn man später versucht, das nachzuvollziehen, verliert sich alles irgendwo im Dunkel. Wird man einige Jahre später gefragt, wann man den angefangen habe mit dieser oder jener Geschichte, so ist die Antwort meist sowas wie “irgendwann im (Jahreszeit) oder (andere Jahreszeit), so etwa (Jahreszahl) oder (andere Jahreszahl)”.
Beim Durchforsten meiner Unterlagen bin ich aber dieses Frühjahr auf ein Dokument gestoßen, anhand dem ich nachvollziehen kann, dass ich den ersten Entwurf für die Geschichte, auf die die “X-Projekte” – und überhaupt das “Phantastische Projekt” – bauen, ganz exakt am 7. August 1985 begonnen habe, also auf den Tag genau vor 23 Jahren. Sogar den Satz, mit dem ich den Einstieg in die Geschichte formulierte, fand ich noch:
“Irgendwo im Weltall, fern der Erde, lag ein Planet.”
Eine ziemliche Binsenweisheit zum Auftakt, denn Planeten liegen meistens “irgendwo im Weltall”. Man möge aber bedenken, dass ich zu diesem Zeitpunkt gerade 15 Jahre alt war. Mein Werkzeug war eine weiße Reiseschreibmaschine, die ich zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte, und auf der ich mir dieses unsägliche “Adler-such-System” (tippen mit zwei Fingern) angewöhnte, das ich mir drei Jahre später im Schreibmaschinenunterricht mühsam wieder abgewöhnen musste. Mein Schreibstil ist aber seither effizienter und schneller.
Und falls jetzt jemand fragt, was das Bild oben in diesem Beitrag damit zu tun hat, das entstand in diesem Frühjahr, während ich am Projekt X-1 arbeitete. Als ich dieses Chaos von Büchern, Heften und Notizen sah, fand ich, dass ich es mal festhalten sollte. Wenn es jemand merkwürdig vorkommt, dass ich auf dem Sofa arbeite: Mein Schreibtisch sieht genauso aus. Vielleicht sollte ich mir einen zweiten Schreibtisch zulegen, der aufgeräumt ist. Nur um den Schein zu wahren.
“Mein Haus ist schmutzig. Kauf mir ein neues, das sauber ist!”
(Krusty, der Clown in “Die Simpsons”)
Projekt X-2 zieht rechts vorbei: Die neuen Webromane
Jetzt, da Tim und Struppi ins Wochenende gegangen sind (die Reihe geht am Montag weiter), haben wir Gelegenheit für eine kleine Selbstreferenz. In den letzten Tagen wurde an dieser Stelle immer wieder vom Projekt X-1 gesprochen. Doch es gab parallel noch X-2. Letzteres ist quasi rechts an X-1 vorbeigezogen und wird heute veröffentlicht. Es gibt was zu lesen…
Am 15. März gab es in diesem Blog einen Artikel über mögliche fiktive Beiträge. Die Idee war, hier Geschichten mit zu veröffentlichen und damit man sie besser als “Fiktion” erkennt, sie mit einem Banner zu versehen. Über den Artikel entstand eine Diskussion mit einigen Lesern, ob es denn so klug ist, in diesem Blog reale und fiktive Beiträge miteinander zu vermischen.
Unser glorreicher Initiator hat sich die Einwände zu Herzen genommen. Dann hat er etwas getüftelt, nebenher ein paar Artikel geschrieben und das Manuskript für X-1 beendet, und schwupps! X-2 war überarbeitet und fertig. Denn die fiktiven Beiträge und Geschichten gibt es ab heute als Webromane in einem eigenen Blog.
Der Name “Webroman” sagt es bereits, es sind Romane, die man im Internet (im “Web”) nachlesen kann. Analog zu “Blog” (von “Weblog”) könnte man sie auch “Bromane” nennen, aber das klingt sehr nach einem chemischen Element, das nach Chlor riecht. Und wenn man es anglifiziert (“Blog” stammt ja schließlich auch aus dem Englischen), funktioniert es gleich gar nicht: “Webnovels” würde zu “Bnovels”, das klingt nach einer Fernsehserie, in der Knetfiguren die Hauptrolle spielen.
In “ASTROCOHORS – Die Webroman-Reihe” geht es aber um etwas anderes: Wir schreiben das Jahr 2433. Astrocohors ist die Organisation, die für die Organisation des interplanetaren Schiffsverkehrs zuständig ist. Zentrale ist die Raumstation EM-001. Die Reihe beginnt mit einem Paukenschlag, der Invasion der Ceel’u, die das Sonnensystem in einen schweren Konflikt stürzt. Aber keine Sorge, das ist nur der Anfang. Nach der Pilotepisode teilen sich die Handlungen auf verschiedene Schauplätze auf, Raumschiffe, Planeten, Stationen. Es ist also zweifelsfrei eine Reihe aus dem Genre, dessen Namen man nicht mehr laut sagen darf: Science Fiction. Die erste Episode trägt den Titel: “Die Stunde des schwarzen Vogels“.
Die Webromane sollen in drei Stufen veröffentlich werden. Zuerst natürlich im Web, und zwar – wie gesagt – in einem Blog. Dabei werden die Ereignisse an Tage gebunden sein, ganz so wie es der Struktur eines Blogs entspricht. Wer keine der in unregelmäßigen Abständen erscheinenden Episoden verpassen will, kann diese per eMail abonnieren oder als RSS-Feed.
Die zweite Stufe sind zusammengefasste Romane in Form eines PDFs. Damit soll später Quereinsteigern der Einstieg erleichtert werden. Für die Sammler – ja, die gibt es! – soll es in Stufe drei das ganze als “On-Demand-Buch” geben. Aber soweit sind wir noch nicht. Das Abonnement der Reihe ist kostenlos.
Nachlesen kann man die Reihe auf der Seite http://romane.astrocohors.de. Und in Zukunft wird hier am rechten Rand der Titel der neuesten Episode veröffentlicht (natürlich verlinkt).
Und der Vollständigkeit halber: Die Überlegung, in diesem Blog hier fiktive Beiträge zu veröffentlichen, wurde wieder fallen gelassen. Ausnahme bilden die kleinen Geschichten, die es ja vorher schon gab.
Projekt X-1: Fortschritt zu vermelden
Um die Kette der Selbstreferenzen nicht abreißen zu lassen sei hiermit angesagt und kundgetan, dass das Manuskript von Projekt X-1 am heutigen Tag mit 527 Seiten seinen ersten Abschluss erlangt hat. Nunmehr geht es in die erste Runde der Korrekturen, wo Widersprüche und sonstiges korrigiert werden.

