Archiv für August 2007
“Jede Lüge braucht einen Mutigen, der sie zählt” – BILDBlog.de: Der Werbespot – Eine künstlerische Rezension
von Thorsten Reimnitz
<satire>
Link: BildBlog-Werbespot bei sevenload.com
Gerade frisch auf die Schirme gekommen, das neueste Werk von Regisseur Tobi Baumann mit dem provokanten Titel “Jede Lüge braucht einen Mutigen, der sie zählt”, eine Verfilmung des Buchs von Chris Geletneky. Wir erleben ein Epos in 49 Sekunden. Ein Allerweltsehepaar, das in einem einigermaßen luxuriösen Haus lebt, trifft sich wieder, als Jürgen, der Ehemann (Christoph Maria Herbst), offenbar von einer Geschäftsreise zurückkehrt. Die Begegnung mit Birgit, der Ehefrau (Anke Engelke), findet im Wohnzimmer des Anwesens statt. Die beiden starten ein scheinbar harmloses Geplänkel, wie es jeden Tag tausendfach stattfindet, doch nur für den Zuschauer sichtbar beginnt ein Zähler zu ticken. Scheinbar werden einige Sätze, die die beiden miteinander wechseln, gezählt. Eine leichte Ahnung erschleicht den Zuschauer, was es mit dem Zähler auf sich hat, als Birgit nach Karin fragt und Jürgen dazu meint, sie sei nicht mit in der Schweiz gewesen. Dann verwendet Tobi Baumann das Stilmittel des Handlungsbruchs, indem er einen Sprecher (Michael Lott) den Titel des Werks sagen lässt: “Jede Lüge braucht einen Mutigen, der sie zählt”. In der letzten Szene des Films erleben wir noch den Auftritt des Sohnes (Tim Schmeckel), der uns bewusst macht, wie sehr diese Ehe bereits nur mehr noch Fassade ist.
Und darum geht es in Baumanns Werk: Fassade. Da ist ein Ehepaar, das eine nach außen harmonische Beziehung lebt. Der Mann geht auf Geschäftsreise, die Frau vermisst ihn und umgekehrt. Doch hinter der Fassade sieht es anders aus, zwischen den beiden fällt kaum ein Satz, der nicht eine Lüge enthält. Ja, selbst so ein einfaches Satzkonstrukt, wie es der Sohn am Ende abliefert (“Papa!”), kommt nicht ohne Lüge aus. Und hier muss man scharf unterscheiden, und darin liegt die Subtilität in Geletnekys Buch: Nicht der Sohn lügt. Er lebt eine Lüge, die er für die Wahrheit hält und ist so ohne eigenes Zutun gefangen in dem Gebäude, das seine vermeintlichen Eltern aufgebaut haben. Die Tragik dieser Figur wird durch das unbekümmerte Spiel des Jung-Schauspielers Tim Schmeckel hervorragend in Szene gesetzt.
Die Figur des Jürgen hingegen bleibt für den Zuschauer den ganzen Film über Namenlos. Er wird von Birgit nur mit dem Allerweltskosenamen “Schatz” genannt. Geletneky will uns sagen: “Wir sind alle Jürgen!” Wir wollen lieber die Fassade leben, als uns mit den wahren Dingen zu beschäftigen. Christoph Maria Herbst (der auch gern für das Schauspieler-Ehepaar Christoph und Maria Herbst gehalten wird) brilliert als aalglatter Selbstdarsteller, dem es gelingt, bei der letzten Lüge (“Karin? Nä!”) seiner Frau sogar noch in die Augen zu sehen. Und wie er beim Hereinkommen den Namen seiner Frau ruft (“Birgi-i-it?”), das ist kein zärtliches Rufen nach der geliebten Ehefrau, sondern zeigt den Zynismus, mit dem dieser Mann seine Beziehung lebt.
Für die Figur der Birgit wurde die Schauspielerin Anke Engelke gewählt. Diese war zuletzt auf der großen Leinwand in “Die Simpsons – Der Film” als Marge Simpson zu sehen, eine Rolle, für die sie täglich zwölf Stunden in die Maske musste: erst wurden ihre Stimmbänder mit Salzsäure angeraut, dann zwei Meter lange, blaue Haarteile an ihrem Kopf befestigt und zuletzt ihr gesamter Körper mit gelber Schminke eingefärbt. Doch die Mühe hat sich gelohnt, und das hat sie auch in Baumanns Werk. Engelke schafft es, als Birgit ihren Partner freundlich anzugrinsen, während sie in Wirklichkeit das dargebrachte Geschenke, eine (Zitat) “wunderschöne” Brosche, für grauenvoll hält.
So ist dieses Ehepaar also gefangen im “Status Quo” der Tristesse eines Alltags, aus dem es offenbar für beide nur die kleinen Fluchten in oberflächliche Affären gibt. Leidtragender ist der Sohn, und hier wird die Abstufung offenbar, die Geletneky geschickt einsetzt: Birgit wird im Film mit Namen benannt, Jürgen hat nur im Buch einen Namen, der Sohn aber hat weder im Film noch im Buch einen Namen und wird nur als “kleiner Racker” bezeichnet. Auch hier wird geschickt das Stilmittel des Zynismus angewandt, obwohl der Abstieg des Jungen schon vorgezeichnet ist. Mit 10 desillusioniert, Alkoholiker mit 13, mit 15 Drogen, mit 18 unfreiwillig die Freundin geschwängert, so dass ihm kein anderer Ausweg mehr bleibt, als von Talkshow zu Talkshow zu ziehen und seine traurige Geschichte einem gierigen Millionenpublikum zum Fraß vorzuwerfen.
Doch Baumanns Film verspricht Hoffnung. Wie eine Offenbarung kommt nach der Feststellung, dass jede Lüge einen Mutigen braucht, der sie zählt, gleich nachgeliefert, dass es diesen Mutigen auch gibt: BILDBlog.de! Es ist ein Gefühl, das schon René Goscinny und Albert Uderzo in dem Asterix-Band “Tour de France” (Original-Titel “Le Tour de Gaule”, Frankreich 1965) so vortrefflich erzeugen konnten. Als dort zwei Unschuldige anstelle von Asterix und Obelix von den Römern gefangen genommen und auf den Richtplatz vorgeführt werden, treten Asterix und Obelix mutig auf, um den Irrtum aufzuklären und den Unschuldigen zu helfen. Das Publikum ruft dabei: “Bravo, Asterix und Obelix! Helft unseren Helden!” Und auch wir möchten angesichts der Botschaft des Films ausrufen: “Bravo! Helft unserem Helden!” Wir möchten uns nicht mehr länger mit der Fassade abgeben, bei der uns unwichtige oder aufgebauschte Details als Skandal verkauft werden, über den wir uns aufregen sollen. Wir wollen über die wichtigen Dinge des Lebens sprechen! Wir sind nicht Jürgen! Der Held kommt daher, wie der Retter auf dem weißen Ross, wie der Heilige Gral, wie das Licht nach langer Dunkelheit.
So kann der Zuschauer am Schluss für sich den Befreiungsschlag vollziehen und sich distanzieren. Auch hier leistet Baumann ganze Arbeit, indem die letzte Einstellung gefilmt wird, während sich die Kamera von dem Geschehen entfernt. So wird für den Zuschauer die sich erhöhende Distanz sichtbar. “Du bist nicht drin!”, will Baumann sagen, “Du kannst Dich zurückziehen!” Alles weitere bleibt dem Zuschauer überlassen. Er kann sich nun dem Helden zuwenden und das BILDBlog besuchen, oder aber so weitermachen wie bisher und damit zu Jürgen werden.
Fazit: Ein rundum gelungenes Werk, das man immer wieder anschauen kann. Ob es Geletneky und Baumann nach dieser Vorlage wagen, eventuell eine Fortsetzung zu produzieren, wird man abwarten müssen. Möglicherweise gibt es ja noch eine “extended Version”.
Jede Lüge braucht einen Mutigen, der sie zählt
Deutschland 2007
Regie: Tobi Baumann
Buch: Chris Geletneky (nach Vorlagen von Christoph Schultheis und Stefan Niggemeier)
Darsteller: Christoph Maria Herbst, Anke Engelke, Tim Schmeckel und Michael Lott als “His Master’s Voice”
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Drunter & Drüber
“Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.”
(Sprichwort)
Manchmal muss man die Ideen einfach kommen lassen. Deswegen geht es mit dem Fantreff “Bodensee” in einem anderen Blog weiter dem BASIS ATLANTIS Blog, passend zur neuen Seite der BASIS.
Wie’s hier weitergeht, muss man sehen. Einen Eindruck davon, wie spontan manche Ideen sein können, gibt dieser Beitrag im ATLANTIS-Blog.
Mehr in Kürze…
Projekt X-5: BASIS ATLANTIS Fantreff am Bodensee
Mit dem heutigen Tag wollen wir ein weiteres “X” unserer “Projekt X”-Reihe lüften, was bisher unter dem Begriff “X-5″ lief, war die Neuorganisation des Science-Fiction-Fantreffs in der Region Bodensee. In letzter Zeit gab es einige Probleme, aber wann geht schon mal etwas richtig glatt? Jetzt sind die Seiten neu organisiert und in einem Fan-Partnerverbund zusammengefasst. Damit ist die Aufteilung der Themengebiete dieses Blogs, die am 07.07.07 ihren Anfang genommen hat, ziemlich abgeschlossen. Das Ziel ist es, einen – oder auch mehrere – einigermaßen regelmäßige Treffs, Stammtische oder Trekdinner einzurichten. Und damit diese Sache würdig begangen werden kann, treffen sich einige Fans heute Abend bei der SWR3-DanceNight im Seepark Linzgau in Pfullendorf (Einlass 19.00 Uhr, Beginn 20.00 Uhr, Tickets an der Abendkasse für 6.- €, für SWR3 Clubmitglieder natürlich günstiger: 5.- € ). Vor Ort ist SWR3-DJ Josh Kochhann.
Zum ersten Mal treffen sich dort die SciFi-, EP- und CPARCS-Fans. Wie, Sie verstehen nur Bahnhof? Dann wird’s Zeit, einmal einen Blick auf die neue [noch etwas bescheidene] Webseite zu werfen:
Und die Fans aus der Bodensee-Region, die schon immer nach Gleichgesinnten ( Fans von Science Fiction und mehr) gesucht haben, können sich dort melden. Egal, ob man aus Aadorf, Aach, Affeltrangen, Ailingen, Alberschwende, Aldingen, Allensbach, Altach, Altdorf, Altenrhein, Altheim, Altnau, Alt Sankt Johann, Altshausen, Altstätten, Amden, Amlikon-Bissegg, Amriswil, Amtzell, Andelsbuch, Andelshofen, Arbon, Arenenberg, Argenbühl, Au, Aulendorf, Bad Ragaz, Bad Saulgau, Bad Waldsee, Bad Wurzach, Bärenthal, Baienfurt, Baindt, Balgheim, Bambergen, Bargen, Bartholomäberg, Barzheim, Beggingen, Berg, Bergatreute, Beringen, Berlingen, Bermatingen, Berneck, Bernhardzell, Bettwiesen, Beuron, Bezau, Bibern, Bichelsee-Balterswil, Bildstein, Birnau, Birwinken, Bischofszell, Bizau, Blitzenreute, Blons, Bludenz, Bludesch, Bodman-Ludwigshafen, Bodnegg, Bodolz, Böttingen, Bonndorf, Boms, Bottighofen, Brand, Bregenz, Bronschhofen, Brunnadern, Bubsheim, Buch, Buchberg, Buchheim, Buchs, Bürglen, Bürs, Bürserberg, Büsingen, Bussnang, Büttenhardt, Dalaas, Damüls, Degersheim, Deggenhausertal, Deilingen, Deisendorf, Denkingen, Dettingen, Diepoldsau-Schmitter, Diessenhofen, Dingelsdorf, Dörflingen, Doren, Dornbirn, Dozwil, Düns, Dünserberg, Dürbheim, Durchhausen, Ebenweiler, Ebersbach, Egesheim, Egg, Eggersriet, Egnach, Eichenberg, Eichstegen, Eigeltingen, Ellhofen, Emmingen-Liptingen, Engen, Eriskirch, Erlen, Ermatingen, Eschach, Eschenz, Eschlikon, Ettenkirch, Felben-Wellhausen, Feldkirch, Fischbach, Fischingen, Flawil, Fleichwangen, Flums, Fontanella, Frastanz, Frauenfeld, Fraxern, Frickingen, Fridingen an der Donau, Friedrichshafen, Frittlingen, Fronhofen, Fronreute, Fußach, Gachnang, Gächlingen, Gaienhofen, Gailingen, Gaiserwald, Gaißau, Gantschier, Gaschurn, Geisingen, Göfis, Götzis, Goldach, Gommiswald, Gosheim, Gossau, Gottlieben, Gottmadingen, Grabs, Grünenbach, Grünkraut, Güttingen, Guggenhausen, Gunningen, Guntmadingen, Häggenschwil, Hagnau, Hallau, Hard, Hauptwil-Gottshaus, Hausen, Hausen ob Verena, Heerbrugg, Hefenhofen, Hegne, Heiligenberg, Heimenkirch, Heldswil, Hemishofen, Hemmenhofen, Herbertingen, Herdern, Herdwangen-Schönach, Hergensweiler, Heudorf, Hilzingen, Hittisau, Höchst, Hödingen, Hörbranz, Hofen, Hohenems, Hohenfels, Hohentengen, Hohenweiler, Homburg, Horn, Hoßkirch, Horgenzell, Hüttlingen, Hüttwilen, Immendingen, Immenstaad, Innerbraz, Irndorf, Isny, Ittingen, Jona, Kaltbrunn, Kau, Kefikon, Kemmental, Kennelbach, Kesswil, Kirchberg, Kißlegg, Klaus, Kluftern, Klösterle, Königseggwald, Königsheim, Koblach, Kolbingen, Konstanz, Kradolf-Schönenberg, Krauchenwies, Kreenheinstetten, Kressbronn, Kreuzlingen, Krumbach, Laiz, Langen, Langenargen, Langenegg, Langrickenbach, Laterns, Lauterach, Lech, Leibertingen, Lengwil, Leutkirch, Lichtensteig, Lindau, Lindenberg, Lingenau, Lippertsreute, Lochau, Löhningen, Lohn, Lommis, Lorüns, Ludesch, Lustenau, Ludwigshafen, Mäder, Märstetten, Märwil, Mahlspüren, Mahlstetten, Maierhöfen, Mainau, Mammern, Markdorf, Markelfingen, Matzingen, Meckenbeuren, Meersburg, Meiningen, Mellau, Mels, Mengen, Merishausen, Messkirch, Mittelberg, Möggers, Möggingen, Mörschwil, Mogelsberg, Moos, Mühlhausen-Ehingen, Mühlheim an der Donau, Mühlingen, Müllheim, Münchwilen, Münsterlingen, Muolen, Musbach, Nenzing, Nesselwangen, Neufra / Hohenzollern, Neuhausen, Neuhausen ob Eck, Neukirch, Neunforn, Neunkirch, Niederhelfenschwil, Nonnenhorn, Nüziders, Nußdorf, Oberhallau, Oberreute, Oberriet, Oberteuringen, Oberuzwil, Öhningen, Opfenbach, Opfertshofen, Orsingen-Nenzingen, Osterfingen, Ostrach, Owingen, Pfäfers, Pfullendorf, Pfyn, Quarten, Raderach, Radolfzell, Raggal, Ramsen, Rankweil, Raperswilen, Rapperswil, Ravensburg, Rebstein, Reichenau, Reichenbach am Heuberg, Renquishausen, Reuthe, Rheineck, Rickenbach, Riedhausen, Riefensberg, Rielasingen-Worblingen, Rietheim-Weilheim, Riezlern, Röns, Röthis, Roggwil, Romanshorn, Rorschach, Rorschacherberg, Rüdlingen, Rulfingen, Salem, Salenstein, Salmsach, Sankt Anton im Montafon, Sankt Gallen, Sankt Gallenkirch, Sankt Gerold, Sankt Margrethen, Sankt Peterzell, Sargans, Satteins, Sauldorf, Sax, 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BildBlog im Fernsehen – der Werbespot
Einfach ansehen und genießen – und danach das Blog lesen: BildBlog.de!
Link des Werbespots: sevenload.com
Menschliche Sardinen in Tokyo – oder: Woran man merkt, dass wirklich Überbevölkerung herrscht…
Die Japaner machen es vor: eine U-Bahn ist erst dann wirklich voll, wenn man niemanden mehr reinquetschen kann. Aber offenbar gilt das nicht nur für U-Bahnen, sondern auch in der Freizeit. Ein Bild (und wer’s nicht glauben will, auch ein Film) aus einem Freizeitbad in Tokyo beweist, dass ein Pool erst dann voll ist, wenn man kein Wasser mehr sehen kann. Und das auch im Wellenbad.
STAR WARS – EPISODE IV 1/2: VIRALES MARKETING
ES HERRSCHT BÜRGERKRIEG. DAS BÖSE GALAKTISCHE IMPERIUM HAT EIN MERKLICHES IMAGE-PROBLEM. AUCH DAS AUSTAUSCHEN DES KOMPLETTEN VORSTANDS GEGEN DEN VORSTAND EINES STUTTGARTERS GROSSUNTERNEHMENS HAT NICHTS GEBRACHT. AUS DIESEM GRUND WIRD DER VORSTAND NUN AN BORD DES TODESSTERNS ZU EINER KRISENSITZUNG EINBERUFEN…
Die Episode gibt es hier zu sehen auf Youtube. Und wenn Ihr beim Ansehen nur halb so viel lacht wie ich, dann habe ich immer noch doppelt so viel gelacht wie Ihr!
“The Simpsons – Der Film”, ein Treffen, eine Petition und andere merkwürdige Ereignisse am oder um den 18. August 2007
Da sieht man mal, was dabei herauskommt, wenn ein paar Leute mit Gedanken im Kopf sich alle auf einmal treffen. Es gab einen angenehmen Tag zu verbringen, zusammen mit einem Kino-Abend, sowie verschiedene Dinge beim Essen zu besprechen.
Fangen wir mit dem an, was sich am Schnellsten abhandeln lässt: Die Simpsons – Der Film. Warum lässt sich das am Schnellsten abhandeln? Weil darüber schon so viel geschrieben wurde, dass man kaum mehr etwas ergänzen muss oder kann. Lediglich die Meinung aller Beteiligten: gut gemacht! Empfehlenswert, anschauen (wer es noch nicht getan hat)!
Nun zu den anderen, etwas ernsteren Dingen, betreffend das “Phantastische Projekt” und dieses Blog. Seit Stefan Niggemeiers Abmahnung, die mit der Begründung erfolgt ist, er habe einen Kommentar “zu spät” gelöscht und solle in Zukunft jeden Kommentar in seinem Blog VOR der Veröffentlichung prüfen, sind etliche Blogger dazu übergegangen, genau das zu tun. Andere meinen, man solle sich nicht aufregen, solange nichts entschieden sei (zwischen Niggemeier und dem Abmahner ist ein Rechtsstreit im vollen Gange). Schließlich sei doch schon früher festgestellt worden, dass es nicht zumutbar sei, alle Kommentare in Blogs oder auch Foren zu überprüfen.
Genau zu dem Thema meldete sich dann ein Kommentar auf unserem Blog, dessen Kommentar erst einmal vom Akismet-Spamfilter abgefangen wurde. Der Grund für das Abfangen war vermutlich die Tatsache, dass dieser Kommentar in exakt dem gleichen Wortlaut in verschiedenen Blogs wiedergegeben wurde. Der Kommentator stellt fest, dass sich sein Mitleid für Niggemeier und andere Blogger in Grenzen halte, da sich dieser nie so sehr als Befürworter einer Meinungsfreiheit hervorgetan hätte. Eine Überprüfung des Kommentars und seines Kommentators ergab, dass jener damit eine nach (politisch) stark rechts gewandte Meinung meinte. Im Klartext: Weil sich der Kommentator von Stefan Niggemeier zu unrecht… ja, was eigentlich? Also, Niggemeier hat die Meinung vom rechten Rand offenbar nicht stark genug toleriert. Und weil der Kommentator das für Unrecht hält, ist es nur richtig, dass Niggemeier jetzt selbst wiederum Unrecht widerfährt, dass damit aber nur am Rande zu tun hat. Wir haben dann beschlossen, den Kommentar einfach in Akismet zu belassen, wo er in ein paar Tagen in die Schrottpresse kommt und zu frischen Bits und Bytes recycled wird.
In dem Zusammenhang möchten wir auf eine Petition aufmerksam machen, die beim Deutschen Bundestag eingereicht wurde und das bestehenden Recht in der Hinsicht ändern, dass eine Abmahung nicht mehr möglich ist, wenn sie zuvor nicht kostenlos und ohne Einschaltung eines Anwalts angekündigt wurde; bzw. wenn eine Abmahnung ohne vorherige Ankündigung erfolgt, dass der Abmahner dann 2/3 der Anwaltskosten zu tragen hat, auch wenn die Abmahung berechtigt sein sollte. Für Online-Petitionen benutzt der Deutsche Bundestag die Seite einer schottischen Universität (das ist KEIN Witz, sondern deswegen so, weil sich das Ganze noch im Experimentalstadium befindet). Über die Petition kann man sich hier informieren und wenn man will, gleich eintragen: Petition “Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb”. Die Aktion geht noch bis zum 3. September. Jede Stimme zählt! (gefunden hier: PHP-Developer-Blog)
Außerdem haben auch wir inzwischen Probleme mit einem Beitrags-Klauer. Unter der Domain “Tradeboard” wurde ein Blog eingerichtet, in das offenbar kaum oder keine eigenen Beiträge geschrieben werden. Stattdessen wird das Internet auf Beiträge in anderen Blogs abgegrast und diese wortwörtlich und mit allen Bildern übernommen. Bei uns betraf das sogar einen Beitrag in eigener Sache – dem, in dem wir einem Mit-Blogger zum Geburtstag gratuliert haben [völliger Blödsinn, das in einem anderen Blog zu veröffentlichen, da der Inhalt rein privater Natur und als nette Geste innerhalb dieses Blogs gedacht war]. Offenbar sitzt der Betreiber des Blogs in den Niederlanden. Auf der Hauptseite der Domain ist noch kein Inhalt hinterlegt, es ist daher nicht klar, was der Mensch / die Menschen, der / die dahinter steckt / stecken damit bezweckt / bezwecken. Es ist einfach nur ärgerlich. Warum werden solche Leute eigentlich nicht abgemahnt?
Unter all’ diesen Eindrücken ging es darum, was wir nun tun, mit diesem Blog und dem “Phantastischen Projekt”. Wir haben im Moment die Projekte X-2, X-3, X-4 und X-5 in der Entwicklung und sind zu keinem rechten Schluss gekommen, in welcher Form wir weitermachen wollen. Nur über das “ob”, da sind wir uns einig: Ja! Trotzdem kann es sein, dass es hier zu einer kleinen, kreativen Pause kommt.
“Denn die Meinungsfreiheit, die wir meinen, ist frei von jeder Meinung!”
Terry Jones: Erik, der Wikinger
